Wie gesund ist Milch-Ersatz wirklich?

Hafer-, Mandel- oder Sojamilch benutzen statt herkömmlicher Kuhmilch? Ist eine pflanzliche Milchalternative wirklich so gesund und kann als vollwertigen Ersatz dienen? Bei uns Menschen darf die Milch vor allem auf dem Frühstückstisch nicht fehlen. Entweder als Zusatz zum Müsli, als Kakao oder ein Schuss in den Kaffee. Immer mehr Menschen greifen auf pflanzliche Milchersatzprodukte zurück.

Darunter zählen insbesondere Laktoseintolerante, Veganer, Allergiker gegen Milcheiweiß oder diejenigen, die einmal etwas Neues ausprobieren möchten. Die Auswahl an einem Milchersatz ist enorm und wird in den Supermärkten auch immer mehr. Neben Soja-, Mandel- oder Hafermilch gibt es weitaus auch noch Kokos-, Reis-, Cashew-, Macadamia-, oder Haselnussmilch. Aber auch Produktmischungen mit gleich zwei Zutaten gibt es im Supermarktregal.

Wie gesund ist Milch-Ersatz?

Die etwas andere Milch

Pflanzlicher Milchersatz, die es bereits im Handel gibt, dürfen nicht als eigentliche Milch bezeichnet werden. Milch ist ein geschütztes Wort und darf nur in Verbindung mit Kuhmilch stehen. Darüber hinaus können tierische Milchprodukte, die vom Schaf oder von der Ziege stammen, ebenfalls als Milch benannt werden.

Dabei muss aber auf der Verpackung eindeutig das Wort Milch nicht alleine stehen. Bei Milchersatzgetränken beispielsweise findet meist die Bezeichnung Drink Anwendung wie bei Mandel- oder Sojadrink. Heutzutage verwenden viele Konsumenten den Begriff Milch für die unterschiedlichen Milchersatzgetränke.

Milchalternativen im Überblick

Als Milchersatz gilt nur, wenn in dem Produkt keine Kuhmilch enthalten ist. Allerdings raten Ernährungsexperten von solchen Produkten ab, falls keine gesundheitlichen Erkrankungen wie Milcheiweißallergie, eine Laktoseintoleranz vorliegen oder wer auf eine vegane Ernährung sehr viel Wert legt. Für den Fall, wer bisher jede Milch gut vertragen hat, kann weiterhin auf derartige Produkte zurückgreifen.

Milch ist ein relevanter Nährstofflieferant und beinhaltet Vitamin B2 und B12, Kalzium und Jod. Deshalb ist Milch einfach bei einer vollwertigen Ernährung unabdingbar. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (kurz: DGE) empfiehlt täglich 3 Gläser fettarme Milch oder Milchprodukte. Ernährungsexperten sehen Milchersatzprodukte als optimale Alternativergänzung zur Kuhmilch. Sie eignen sich zum Kochen, Backen oder zum Genießen.

Jedes Getränk überzeugt mit seinen Vor- und Nachteilen, die immer im Vergleich mit der persönlichen Speiseplanzusammensetzung steht. Wichtig ist, dass ein Milchersatz keinesfalls für Säuglinge angewendet werden darf. In der Regel werden vegetarische Produkte als fettarm beworben. Das kann man womöglich gegenüber zur Vollmilch sagen.

Zudem ist die Fettqualität bei einigen Ausnahmen der pflanzlichen Produkte besser. Wenn es beispielsweise bei der Mandelmilch viel ungesättigte Fettsäuren gibt, hat Kuhmilch ausschließlich gesättigte Fette im Inhalt. Aber auch der Anteil in Bezug auf die Kohlenhydrate bei den Milchalternativen variiert.

Sojamilch mit viel Eiweiß und Kalzium
Im Gegensatz zu anderen Milchersatzdrinks punktet die Sojamilch als adäquater Eiweißlieferant. Hinsichtlich der biologischen Wertigkeit ist dieses Produkt mit dem der Kuhmilch gleichzustellen. Nach der Einnahme werden die Inhaltsstoffe sehr gut vom Körper aufgenommen und verwertet. Wer sich vegan ernährt, sollte darauf achten, genug Proteine zu sich nehmen, bevor es zu einer Unterversorgung kommt.

Als Milchersatz gilt das Produkt nur mit ausreichend Eiweiß mitsamt milchtypischen Eigenschaften wie Kalzium und Vitaminen. Ein eiweißarmer Milchersatz kommt für die Menschen nicht infrage, die eine Nierenkrankheit aufweisen und nicht zu viel Eiweiß aufnehmen dürfen. Kalzium trägt ideal für die Knochengesundheit bei.

Haselnussmilch
Wie der Name bereits preisgibt, besteht die Pflanzenmilch aus Haselnüssen. Der Fettanteil liegt vergleichbar bei der Kuhmilch. Von der Farbe her ist die Haselnussmilch etwas dunkler als die Kuhmilch und ähnelt eher an einem Glas, welches mit etwas Kakaopulver verrührt wurde. Tatsächlich ist der Geschmack eher süßlich und nussig wie zum Beispiel bei Kakao und bei Nutella.

Diese Milch kann kalt, warm, im Kaffee oder im Müsli getrunken werden und gilt als sehr gesund. Enthalten sind keine gesättigten Fettsäuren, Cholesterin, dafür reich an Vitamin E, Vitamine B und Omega-3-Fettsäuren. Darüber hinaus ist diese Milchart hervorragend für Haut, Haare und für das Herz.

Mandelmilch
Mandeln haben als Nusssorte kaum fett und sind zu trocken, sobald sie als Ölsaat ausgepresst werden. Deswegen gibt es Mandelmilch als reinster Mischungsform aus geriebenen Mandeln und Wasser. Bei der Herstellung werden im ersten Schritt die Mandeln geröstet und dann zu Pulver oder Mehl vermahlen. Danach wird das Mischverhältnis mit dem Wasser gut verrührt.

In der sogenannten Ruhephase muss die Mischung durchziehen, damit eine milchartige Konsistenz zustande kommen kann. Nach dem Abseihen bekommt der Milchersatz noch etwas Zucker, Agavendicksaft oder Honig hinzu. Der Geschmack und die Farbe können bei den unterschiedlichen Drinks variieren, je nachdem, wie viel Mandelanteil vorhanden ist.

Mandeln haben ausreichend ungesättigte Fettsäuren, was vor allem für den Körper hervorragende Auswirkungen hat und eher kalorienreich einzustufen sind.

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