Alte Olivensorte und traditioneller Anbau: Superfood Olivenöl

Medizinische Studien belegen die effektive Wirkung von Olivenöl bei Bluthochdruck, Cholesterin und Diabetes. In der medialen Begeisterung geht oft ein wichtiges Detail dieser Studien unter: nur Olivenöle mit einem hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen führen zu diesen positiven Ergebnissen.

Kaltgepresstes Olivenöl – Natives Olivenöl extra- unterscheiden sich in der Qualität durch den Gehalt an sekundären Pflanzenstoffe. Durchschnittlich hat Olivenöl aus dem Supermarkt etwa ein Zehntel der sekundären Pflanzenstoffe und ist wirkungslos in der Therapie von Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Superfood Olivenöl

Perle Noire – reich an sekundären Pflanzenstoffen

Die noch junge Olivenöl-Marke Perle Noire legt großen Wert auf das maximale Potential der sekundären Pflanzenstoffe im Olivenöl. Für das Perle Noire Olivenöl wurde die alte Olivensorte Chemlali ausgewählt, die nach traditionellen Methoden und biozertifiziert in Tunesien angebaut und aus der Ersten Ernte gepresst wird.

Das Geheimnis der sekundären Pflanzenstoffe

Olivenöl diente im Mittelmeer seit Jahrtausenden als wichtigste Fettquelle und lieferte wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe mit enormer antioxydativer Wirkung – darunter Polyphenole, Vitamin E und Sterine.

Dieser besondere Cocktail an sekundären Pflanzenstoffen dient dem Olivenbaum ursprünglich zur Abwehr von Krankheiten und Schädlingen, sorgt für seine Robustheit und hohe Widerstandskraft und ist verantwortlich für die Fähigkeit Jahrhunderte alt werden zu können. Besonders im Gehalt der sekundären Pflanzenstoffe unterscheiden sich heutzutage Olivenöle aus den folgenden Gründen.

1. Entscheidend für den Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen ist die Olivensorte

Alte Olivensorten wie die Chemlali Olive haben einen hohen gesundheitlichen Wert und übertreffen hochgezüchtete Olivensorten. Sie stammen aus einer Zeit, als es noch keine Hilfsmittel in Form von Pestiziden, künstlichen Düngemitteln und Bewässerung gab. Sie verfügen über eine natürliche hohe Widerstandskraft, die sich in einem außerordentlich hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen widerspiegelt.

Eine Auflistung an Olivensorten und ihrem Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen findet man auf Oliven-Öl und Gesundheit.

Der Großteil des Olivenöls auf dem Massenmarkt stammt aus speziell für den superintensiven Anbau weitergezüchteten Olivensorten. Die neuen Olivensorten sind zwar profitabler, aber dafür haben sie deutlich an sekundären Pflanzenstoffen eingebüßt und sind empfindlich und anfällig.

2. Der Erntezeitpunkt entscheidet über den Erhalt oder den Verfall der sekundären Pflanzenstoffe

Zu dem Zeitpunkt, an dem die grünen Oliven ihre Farbe ins Violett-Schwarze ändern, ist der ideale Erntezeitpunkt, da jetzt der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen am höchsten ist. Eine Ernte zu diesem Zeitpunkt wird als Erste Ernte oder Frühernte bezeichnet. Nur durch die Pressung der Oliven aus der Ersten Ernte bleiben die wertvollen sekundären Pflanzenstoffe erhalten und stehen damit dem Menschen zur Verfügung.

Werden dagegen Oliven aus der Späternte zu Olivenöl gepresst – wie für den Massenmarkt üblich – haben sich 90% der sekundären Pflanzenstoffe durch die weitere Reifung der Olive abgebaut.

3. Traditioneller Olivenanbau für eine höhere Olivenölqualität und eine nachhaltige Landnutzung

Der Traditionelle Olivenanbau berücksichtigt die Bodengegebenheiten und das vorhandene Klima und hat dadurch eine äußerst geringe Baumdichte. In Süd-Tunesien werden im traditionellen Olivenanbau etwa 17 Olivenbäume pro Hektar gemeinsam mit Mandelbäumen angebaut. Traditionell anbauen lassen sich nur alte Olivensorten, da sie noch eine natürliche Widerstandskraft haben.

Der Mangel an „menschlicher Fürsorge“ steigert nachweislich den Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen in der Olive, wogegen die künstliche Bewässerung – wie im superintensiven Anbau üblich- zu einer Reduktion der sekundären Pflanzenstoffe in der Olive führt.

Die bekanntesten sekundären Pflanzenstoffe im Olivenöl: Polyphenole, Vitamine E, Sterine

Das sich gegenseitig verstärkende Zusammenspiel der einzelnen Bestandteile wurde von der Forschung noch nicht hinreichende entschlüsselt. Die sekundären Pflanzenstoffe des Olivenöls haben nicht nur eine generell entzündungshemmende Wirkung, sondern könnten sogar in der Prävention und Therapie von allergischen Reaktionen eine wichtige Rolle spielen.

Polyphenole: wie z.B. Oleuropein, Hydroxytyrosol, Flavonoide
  • starke antimikrobielle Wirkung,
  • bekämpft Bakterien, Viren und Pilz,
  • schützt vor Zellschäden,
  • ausgeprägter entzündungshemmender Effekt,
  • Hydroxytyrosol und Oleuropein reguliert den Cholesterinspiegel,
  • Flavonoide können allergische Reaktionen hemmen.
Vitamin E (alpha-Tocopherol):
  • erhöht die Stabilität des Olivenöls, wodurch es stark erhitzbar wird,
  • antioxydative Wirkung, indem es freie Sauerstoffradikale unschädlich macht,
  • schützt die Zellmembranen und wirkt u.a. einem frühzeitigen Alterungsprozess entgegen,
  • beteiligt an der Bildung von roten Blutkörperchen, Muskeln und anderen Geweben,
  • senkt das Risiko an Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken.
Sterine:
  • hemmen die Resorption von Cholesterin, senkt dadurch den Cholesterinspiegel im Blut, indem es die LDL-Konzentration im Blut (um 9-14%) senkt, während das gute HDL-Cholesterin gleich bleibt,
  • protektive Eigenschaft vor Prostata-, Dickdarm-, Brust- und Magenkrebserkrankungen.

Autorin: Evelin Krenzer
Geschäftsführerin

Krenzer & Severing UG (haftungsbeschränkt)
Höllweg 29
D- 65439 Flörsheim am Main

Mail: evelin.krenzer (at) krenzer-severing.com
Webseite: www.perlenoire.de

Bildrechte: Pixabay.com ©stevepb (CC0 Creative Common)

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