Schädliche Weichmacher im Trinkwasser?

In Deutschland kommt jeden Tag frisches Trinkwasser aus dem Hahn. Leitungswasser muss laut Trinkwasserverordnung frei von Krankheitserregern und schädlichen Stoffen sein.

Regelmäßige Kontrollen der Wasserversorger sollen die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherstellen. Doch genügt das? Denn nicht für alle Stoffe existieren festgelegte Grenzwerte. So finden sich schädliche Weichmacher (Phthalate) nicht nur in Plastikflaschen, sondern können auch in Kunststoffwasserleitungen zur Gefahr für die Gesundheit werden.

Welche Auswirkungen haben Weichmacher im Trinkwasser?

Weichmacher, im Fachjargon als Phthalate bezeichnet, werden in der Kunststoffproduktion zur Formbarkeit von Materialien eingesetzt, etwa in der Herstellung von PET-Getränkeflaschen. Weichmacherstoffe geben auch Kunststoffwasserrohren ihre nötige Flexibilität, machen sie geschmeidiger und verlängern deren Haltbarkeit.

Phthalate gelten als extrem gesundheitsschädlich, gelangen überwiegend über die Nahrung oder die Luft in den menschlichen Körper und wirken ort negativ auf das Hormonsystem ein. Weichmacher auf Phthalatbasis können das Nervensystem, die Leber und die Immunabwehr schädigen. Außerdem stehen diese Kunststoff-Weichmacher in starkem Verdacht, die männlichen Fortpflanzungsorgane zu beeinträchtigen.

Phthalate befinden sich unter anderem in Lebensmittelverpackungen, Kosmetika, Bodenbelägen, Spielzeugen oder Gleitmitteln. Doch auch günstige Wasserleitungen aus Kunststoff können zur Gesundheitsgefahr werden, wenn Weichmacher über die Rohre in das Trinkwasser gelangen. Schon die Aufnahme winziger Mengen erzeugt eine ähnliche Wirkung wie die Einnahme von Hormonpräparaten.

Hormone und hormonaktive Substanzen: Einfacher Trinkwasser-Check schafft Sicherheit

Im Inneren von Kunststoffwasserleitungen kann sich im Laufe der Zeit ein ausgeprägter Biofilm bilden, in den eine Vielzahl von Erregern und Keimen eingebettet ist. Weichmacher stellen deshalb nicht nur aufgrund ihrer gesundheitsschädlichen Ingredienzien ein Risiko dar, sondern bieten auch den idealen Nährboden für Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze. Von Phthalaten geht vor allem für ungeborene Babys und Kinder eine besonders hohe Gefahr aus. Ein einfacher Trinkwassercheck schafft Sicherheit.

Mit dem InLabo Wassertest lassen sich erstmals Hormone und hormonaktive Substanzen wie Weichmacher und Östrogene im Trinkwasser als Summenparameter bestimmen. Das professionelle biotechnologische Analyseverfahren identifiziert nicht nur einige, sondern sämtliche Substanzen und die Ausprägung ihrer biologischen Wirksamkeit. Der Trinkwassertest misst neben Hormonen und hormonaktiven Substanzen außerdem alle Umweltgifte mit hormoneller Wirkung.

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