Leser-Rezension – Mehr Energie durch Shaolin Qi Gong

Endlich ein Buch über eine andere Qi Gong Art. Für die Menschen, die gerne körperbetonte Übungen absolvieren, wird es eine Bereicherung sein.

Das Buch basiert auf 5 Abschnitten. In Kapitel 1 werden die Grundlagen des Shaolin-Qi Gong zusammenfassend dargestellt. Kapitel 2 erläutert die Buddhistischen Wurzeln und Kapitel 3 widmet sich den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Kapitel 4 beschreibt die grundlegenden Übungen des Shaolin-Qi Gongs.

Die 12 vorbereitenden Übungen (Ba jins) und die 12 Übungen des Yi-jin-jing-Qi Gong zur Transformation der Muskeln, Sehnen und Bänder werden jeweils auf einer Doppelseite mit kurzer Beschreibung und anschaulicher Skizze dargestellt. Und Kapitel 5 fasst die positive Wirkung dieser Übungen aus medizinischer Sicht zusammen.

Ergänzt wird das Buch durch eine Reihe von Fotos u.a. von Abt Shi Yong Chuan, dem Shaolin Tempel in Berlin und Impressionen aus Kursen.

Wer spektakuläre Übungen und Fotos i.S. der „Shaolin-Shows“ oder große Offenbarungen aus den Archiven des Shaolin-Tempels erwartet, wird enttäuscht sein. Dies widerspräche dem Selbstverständnis der Shaolin-Kultur, die auf dem Chan-(Zen-)Buddhismus basiert, als einem „Weg zur physisch und geistig vollständigen Entwicklung“ (S. 11).

Die Gliederung des Buches veranschaulicht, dass sich Shaolin-Qi Gong nicht nur auf das Ausführen von Körperübungen bezieht sondern auch eine achtsame, offene und liebevolle Geisteshaltung in Bezug auf uns selbst und andere als Wesenskern beinhaltet.

Insgesamt zeichnet sich das Buch durch prägnante, leicht verständliche und anschauliche Beschreibungen aus, die einen guten (knappen) Überblick zu allen Themen bis hin zur Ernährung nach den 5 Elementen als Grundbestandteil des TCM bieten. Damit ist es besonders geeignet für Anfänger und Einsteiger sowie Praktizierende, die eine Übersicht zu Entstehung, Hintergründen und Wirkungen des Shaolin-Qi Gong wünschen.

Die Darstellung der 12 vorbereitenden Übungen und der 12 Übungen des Yi-jin-jing-Qi Gong zur Transformation der Muskeln, Sehnen und Bänder eignen sich leider nur bedingt schon (wer über mindestens 3-4 Jahre übt!) zum Selbststudium, obwohl die Zeichnungen die Übungen gut illustrieren. Für Übende des Shaolin-Qi Gong (Kursteilnehmer) bieten die Bilder und Erläuterungen mit Sicherheit eine gute Unterstützung zum Üben „Zuhause“, abgesehen davon gewährleisten sie aus Sicht der Autoren „ein gewisses Grundverständnis der Übungsabläufe“ (S. 128).

Wir empfehlen, dass die Übungen von einem autorisierten Lehrer im Kurs erlernt werden sollen. Nur ein Lehrer erkennt wo Verspannungen sowie Energieblockaden sind und kann beitragen mit Hilfe der Haltungskorrekturen sie aufzulösen. Fazit: Die Müh sich einen Lehrer zusuchen ist gut beraten, da wir Europäer sehr gerne in den Bewegungen übertreiben. Wer diese Übung dann gut beherrscht, nach 3-4 Monaten!, wird belohnt durch die vielen Spiralbewegungen, Öffnung der Gelenke und innere Akupunktur. Der Köper ist beweglicher und durchlässiger für den Qi Fluss.

Autorinnen: Maja Engel und Heidi Klebrowski

Mehr Energie durch Shaolin-Qi Gong

Mehr Energie durch Shaolin-Qi Gong

Die Übungen der Mönche für Stressabbau und Leistungssteigerung
von Robert Egger, Hartmut Zwick, Shi Yong Chuan, Sabine Knoll
2006, 200 S., mit zahlr. z. T. farb. Abb, Softcover
ISBN: 978-3-211-33549-9
Verlag: Springer, Wien; Auflage: 1 (3. November 2006)
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