Nasenspülungen mit Salzwasser vertreiben Schnupfen

Spülen schützt vor Infektionen

Nasenspülungen mit Salzwasser vertreiben Schnupfen und helfen Allergiemedikamente sparen

SinzingWer nicht durchhält, profitiert auch nicht. Das ist das Resümee einer noch laufenden Studie über die Wirkung regelmäßiger Nasenspülung mit physiologischer Kochsalzlösung. Wer von den Teilnehmern aber länger als drei Wochen die tägliche Spülung durchhält, kann erleben, dass die Anwendung der Nasenspülkanne gegen viele Beschwerden, Beeinträchtigungen und Erkrankungen im Bereich der oberen Atemwege hilft.

Bei der Nasenspülung mit Hilfe von Kannen (Apotheke), die über spezielle lange Tüllen verfügen, wird Wasser mit einem Kochsalzanteil in ein Nasenloch eingebracht. Durch Schräghalten des Kopfes und Drehung zur anderen Seite läuft das Wasser durch das andere Nasenloch wieder heraus. Der Kochsalzgehalt entspricht mit 0,9 Prozent (also neun Gramm Salz auf einen Liter Wasser) genau dem des Blutes, wird deshalb physiologisch genannt. Dadurch wird beispielsweise verhindert, dass die empfindlichen Schleimhäute der Nase austrocknen.

Das Prinzip der Nasenspülung war schon im alten Indien bekannt, wo Inder zur täglichen Nasenreinigung einfach Fluss- oder Brunnenwasser mit der Hand schöpften und durch sie Nase schnieften. Heute gibt es für die Anwendung dieser naturheilkundlichen Therapie Spezialkannen mit abgerundeten Tüllenrändern, die keine Verletzung der empfindlichen Nasenschleimhäute verursachen können.

Die Nasenspülung schwemmt die Nase frei von Schmutzpartikeln, die aus der Luft eingeatmet werden, von Krankheitserregern, die Erkältungskrankheiten wie Schnupfen, Husten, Nasennebenhöhlenentzündungen, grippale Infekte oder Grippe auslösen können. In einer Studie mit Patienten, die unter allergischen, saisonalem Fließschnupfen litten, konnte der Verbrauch an antiallergischen Mitteln um rund ein Drittel gesenkt werden. Die Einnahme von Medikamenten wie Schnupfen-, Grippe- oder Erkältungsmitteln sank generell bei den Teilnehmern einer anderen Studie von 51 auf 28 Prozent.

Es zeigte sich allerdings, dass der Infektionsschutz und damit die Beschwerdefreiheit nur allmählich aufgebaut wird. Während der ersten vier Wochen der Anwendung stieg die Wahrscheinlichkeit für einen beschwerdefreien Tag kontinuierlich an. Im Laufe von Monaten erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit für Beschwerdefreiheit sogar auf 80 Prozent.

aus: medizindirektNeues aus Medizin und Rehabilitation Nr. 04/03

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