Kurkuma – Gewürz oder Heilpflanze?

Kurkuma kennen viele als Gewürz. Bei den meisten Menschen steht es im Regal und wird beispielsweise zu Fleischgerichten verwendet. Dass Kurkuma aber auch als Unterstützung für den gesunden Körper dienen kann, wissen noch nicht alle. Dabei ist die Gelbwurzel in der Ayurveda und der Traditionellen Chinesischen Medizin bereits seit Jahrhunderten bekannt.

Wunderwurzel und Gewürz aus Asien

Kurkuma wächst zum Großteil in Indien und Indonesien und sieht auf den ersten Blick aus wie Schilf. Das Kurkuma-Rhizom – also das Sprossenachsensystem – erinnert jedoch stark an Ingwer. Spätestens beim Aufschneiden sieht man jedoch den Unterschied: Die Kurkumawurzel stahlt in einem leuchtenden Rot-Orange. Schon früh wurde jedoch auch bei uns das gesundheitliche Potenzial der Gelbwurzel entdeckt. So versuchen die Forscher bereits seit mehreren Jahrzehnten ihre Geheimnisse zu entschlüsseln.

Kurkuma – Gewürz oder Heilpflanze?

Alleskönner Kurkuma?

Zum heutigen Zeitpunkt gibt es zahlreiche Studien zu den unterschiedlichsten Wirkungsweisen von Kurkuma. So soll die Gelbwurzel in manchen Untersuchungen für Schmerzlinderung gesorgt oder auch Entzündungen gehemmt haben. Sogar mit gängigen Schmerzmitteln wird seine Wirkung teilweise verglichen. Aber auch Diabetes, Herzerkrankungen und Rheuma soll bekämpft werden können.

Die neueste Meldung 2018 kam aus London, wo eine an Krebs erkrankte 67-Jährige nach zahlreichen Chemotherapien und anderen Behandlungsmethoden ohne Wirkung Curcumin zu sich nahm. Curcumin ist der Farbstoff, der den Kurkuma leuchtend orange färbt, aber auch Gegenstand vieler medizinischer Untersuchungen ist.

Die Britin kämpfte jahrelang gegen Blutkrebs, doch erst mit der Einnahme von 8g Curcumin täglich konnte sie die Krankheit aufhalten. Das ist bisher der erste Fall, der dokumentiert ist, wo ein Krebspatient nach langjährigem Kampf, alle Behandlungen beendete und erfolgreich auf Curcumin setzte. Ein erstaunliches Ergebnis, welches sogar im „British Medical Journal“ veröffentlicht wurde.

Kurkuma ist nicht gleich Kurkuma

Eine Einnahme vom Gewürz ist für solche Ergebnisse kaum möglich. Denn das handelsübliche Kurkumagewürz beinhält nur 2% Curcumin. Während die Ingwerwurzel bei uns mittlerweile fast in jedem Laden zu finden ist, ist Kurkuma kaum als frisches Produkt auf dem Markt vorhanden. So ist auch der Verzehr eines frischen Kurkumas kaum möglich. Jedoch gibt es bereits zahlreiche Hersteller, die Curcuma als Präparat anbieten.

Leider hat Curcumin die Eigenschaft fettlöslich zu sein. Das bedeutet, dass der Stoff kaum durch die Darmmembran durchkommt und somit nicht vom Körper verarbeitet werden kann. Daraufhin wird Curcumin ungenutzt wieder ausgeschieden. Es hat also eine niedrige Bioverfügbarkeit.

Viele Curcumin-Hersteller versuchen dies mit Piperin – einem Stoff aus dem Pfeffer – auszugleichen, denn dieser steigert die Bioverfügbarkeit. Nur leider minimal: um das 20-fache. Außerdem kann Piperin Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt haben. Besonders Menschen mit einem Reizdarm sind betroffen.

Die neuesten Erforschungen haben eine Alternative zur Steigerung der Bioverfügbarkeit ans Licht gebracht: die Mizelle. Der Testsieger unter den Kurkuma Kapseln nutzt diese Formulierung und steigert die Aufnahmemöglichkeit um das 185-fache. Das Curcumin bekommt dabei eine naturidentische Mizellform und kann somit problemlos die Darmmembran durchdringen und vom Körper verarbeitet werden.

Die Forschung auf den Spuren Kurkumas

Kurkuma ist sicherlich kein Allheilmittel. Doch die Forschungen sprechen für sich und so kann man davon ausgehen, dass die Asiaten gar nicht so falsch damit liegen können, wenn sie seit Jahrhunderten Kurkuma zu Heilzwecken benutzen.

Bildrechte: ©Ajale, CCO-Lizenz by pixabay.com

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.