Krebs-Erkrankungen – Vorsorge statt Nachsorge

Krebs-Erkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. An erster Stelle steht dabei die Brustkrebs Erkrankung, ein bösartiger Tumor, der überwiegend bei Frauen auftritt.

Besondere Risikofaktoren bei der Entstehung von Brustkrebs

Die hauptsächlichen Risikofaktoren beim sogenannten Mammakarzinom sind hormoneller und genetischer Natur. Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, erhöht sich bei Frauen, in deren direkter Verwandschaft bereits zwei Erkrankungen aufgetreten sind. Den Betroffenen empfielt man eine spezielle tumorgenetische Beratung um das persönliche Risiko besser einschätzen zu können und mögliche Krebs-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Einen besonderen Einfluss auf die Entstehung und das Wachstum von bösartigen Tumoren in der Brust haben die weiblichen Geschlechtshormone. So erhöht sich die Gefahr an Brustkrebs zu erkranken für Frauen, die sich infolge Ihrer Wechseljahresbeschwerden einer Hormontherapie unterzogen haben. Ähnliches gilt für Frauen, bei denen die Regelblutung vor dem 12. Lebensjahr eingesetzt hat, die nie schwanger waren oder ihr erstes Kind nach dem 30. Geburtstag bekommen haben.

Vorsorge und Früherkennung durch Selbstuntersuchung

Ein wichtiger Aspekt in der Brustrebsvorsorge ist die Früherkennung durch Selbstuntersuchung. Sie hilft nicht nur dabei Krebserkrankungen frühstmöglich zu erkennen, sie schafft zugleich auch das nötige Bewusstsein zur mehr Eigenverantwortung. Diese Selbsterkennung, das Abtasten der Brust, sollte einmal im Monat, zirka 5 bis 7 Tage nach Einsetzen der Regelblutung durchgeführt werden. Die Untersuchung sollte zunächst im Stehen vor einem Spiegel vorgenommen werden. Dabei sollte das Augenmerk auf Form und Größe der Brust gerichtet werden, sowie auf farbliche Veränderungen.

Beim Anheben der Arme ist auf das gleichmäßige Zusammenziehen der Brustwarzen und das Auftreten von Schatten oder Dellen im unteren Brustbereich zu achten. Das eigentlichen Abtasten der Brust erfolgt mit der flach aufliegenden Hand, wobei jedes Viertel der Brust einzeln untersucht werden sollte.

Im nächsten Schritt erfolgt das Abtasten der beiden Achselhöhlen. Dort ertastet man in der Regel die Lymphknoten, die völlig normal sind und sich auf Druck unangenehm anfühlen. Sollten Verhärtungen ertastet werden, deren Umfang größer als 1 Zentimeter ist eine ärztliche Untersuchung zu empfehlen. Beide Abtastuntersuchungen sollten anschließend noch einmal im Liegen wiederholt werden.

Medizinische Vorsorgemöglichkeiten

Neben diesen Methoden der Selbstuntersuchung sollten Frauen ab dem 30. Lebensjahr regelmäßig die medizinischen Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen, die von den Krankenkassen getragen und von Medizinern empfohlen werden. Dazu gehören die halbjährlichen Routineuntersuchungen beim Gynäkologen und ab dem 50. Lebensjahr die sogenannte Mammographie, eine Röntgenuntersuchung der Brust.

Eine neue Methode zur Früherkennung ist das Modellprojekt „Discovering hands“, bei dem die Tastuntersuchung von speziell ausgebildeten blinden Menschen durchgeführt werden, die einen stark ausgeprägten Tastsinn haben.

Mit der Durchführung und der Inanspruchnahme der beschriebenen Maßnahmen kann jeder einzelne seinen persönlichen Beitrag zur Früherkennung leisten und helfen einer möglichen Krankheitsentstehung vorzubeugen.

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