Kopfschmerzen – Wann sollte man zum Arzt?

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz: Man unterscheidet bis zu 200 verschiedene Formen. Als Kopfschmerzen werden Schmerzen im Bereich des Kopfes bezeichnet. Sie können als eigenständige Krankheit oder als Symptom einer anderen Erkrankung auftreten. Fast jeder Mensch kennt Kopfschmerzen und hat sie schon einmal oder sogar öfter erlebt. Oft wissen wir gar nicht, woher sie kommen oder wieso sie auftreten. Doch wann sollte man eigentlich zum Arzt?

Im Allgemeinen wird der Kopfschmerz in sogenannten primären und sekundären Schmerz unterteilt. Primärer Kopfschmerz ist eine eigenständige Erkrankung. Dieser kann zum Beispiel einseitig oder beidseitig, im Stirnbereich oder Richtung Nacken, drückend oder stechend vorkommen. Sekundärer Kopfschmerz hingegen tritt als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen auf, z.B. bei einer Grippe, einem grippalen Infekt oder einer Erkältung.

Drei häufige Kopfschmerzarten sind Spannungskopfschmerzen, Clusterkopfschmerzen und Migräne.

Spannungs-Kopfschmerzen

Die meisten Erwachsenen haben wahrscheinlich schon einmal Spannungskopfschmerz erlebt, auch, wenn sie diesen vielleicht nicht richtig einordnen konnten. Bei dieser Kopfschmerz-Art sitzen die Schmerzen meist im Stirnbereich, manchmal in Richtung Schläfen, und sind nicht eindeutig zu lokalisieren. Als Spannungskopfschmerz wird er bezeichnet, da oft Muskelverspannungen im Schulter- und Nackenbereich die Ursache sind. Manchmal sind es auch Verspannungen im Gesicht, die Richtung Augen ziehen. Sie bewirken eine geringere Blutzufuhr zum Gehirn und können unterschiedliche Ursprünge haben: Stress, Schlafmangel oder zum Beispiel eine ungesunde Ernährung.

Cluster-Kopfschmerzen

Cluster-Kopfschmerzen bewirken eine heftige, einseitige Schmerzattacke im Bereich der Schläfe und des Auges, die sehr lange andauern kann. Auffallend ist, dass die Schmerzen oft zu ähnlichen, intervallartigen Zeiten auftreten können.

Migräne

Migräne tritt oft in Attacken auf und kann von Übelkeit begleitet werden. Weitere Symptome können Lichtempfindlichkeit, Lärmempfindlichkeit und Appetitlosigkeit sein. Viele kennen Migräne-Attacken in Verbindung mit Sehstörungen, die die Kopfschmerzen als Vorboten ankündigen. Die Ursachen für Migräne sind bisher nicht eindeutig geklärt, aber eine genetisch bedingte Verbindung wurde bereits festgestellt. Das heißt, Migräne kommt familiär gehäuft vor. Um die Migräne zu behandeln, ist eine Therapie mit Medikamenten nötig, daneben können Entspannungstherapien die Häufigkeit der Migräne-Anfälle verringern.

Es gibt viele Arten von Kopfschmerzen und jeder nimmt eventuell auftretende Schmerzen anders wahr. Wann es ratsam ist, einen Arzt zu konsultieren, verrät die AOK Hessen in einer Infografik:

Infografik Kopfschmerzen - Wann zum Arzt?

Weitere Infos zu Gesundheit und Prävention gibt es hier.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.