Harnröhrenstriktur – oft sind Blasenkatheter schuld

Vor allem Senioren haben häufig Beschwerden mit der Harnröhre, wie beispielsweise eine Harnröhrenstriktur. Der Harnstrahl ist abgeschwächt, gedreht, gespalten oder bleibt sogar ganz aus. Auch die Blasenentleerung ist bei Harnröhrenbeschwerden oft nicht mehr voll umfänglich gegeben. Dies wiederum führt dazu, dass sich Keime und Bakterien in der Blase ansiedeln können, was weitere gesundheitliche Auswirkungen hat – Blasen- und Nierenentzündungen sind nicht selten die Folge.

Doch warum sind gerade Senioren betroffen?

Vielen älteren Menschen muss aufgrund von Operationen oder pflegerischen Maßnahmen ein Blasenkatheter gelegt werden. Unlängst wurde bekannt, dass es hierbei auch zu Verletzungen der Harnröhre kommen kann – eine Minimalverletzung, die kaum jemand auf Anhieb erkennt.

Blut im Urin könnte einen Hinweis darauf geben, jedoch ist die Menge hier meist so gering, dass es weder den Patienten noch dem Pflegepersonal auffällt. Erst, wenn Schmerzen beim Wasserlassen auftreten oder sich hohes Fieber einstellt, wird eine gründliche Untersuchung vorgenommen – und hierbei wird dann in der Regel auch die Harnröhrenstriktur festgestellt.

Therapie der Harnröhrenstriktur

Eine Harnröhrenstriktur, auch Harnröhrenverengung genannt, wird in der Regel operativ behandelt. Hierfür gibt es derzeit zwei unterschiedliche Möglichkeiten:

  • durch das Anlegen einer Mundschleimhautplastik,
  • mittels einer Harnröhrenschlitzung.

Bei der Mundschleimhautplastik wird dem Patienten vereinfacht ausgedrückt ein kleines Stück Mundschleimhaut entfernt und an die Harnröhre transplantiert. Hierbei ist das Ziel, eine Erweiterung der Harnröhre zu erreichen. Eine Mundschleimhautplastik wird meist dann angewandt, wenn die Harnröhrenschlitzung erfolglos war, beziehungsweise, wenn es in der Harnröhre immer wieder zu Stenosen, sprich Harnröhrenverengungen, kommt.

Weitere Ursachen für Harnröhrenverengungen

Obwohl Harnröhrenstenosen bei Senioren gehäuft vorkommen, so sind aber auch viele junge Menschen betroffen. Die Gründe:

  • Verletzungen, wie Beckenbrüche,
  • Infektionen, wie Gonorrhoe,
  • Tumore in der Harnröhre oder im umliegenden Gewebe.

Eine Harnröhrenverengung sollte umgehend behandelt werden, da ernste Nierenschäden bei Nichtbehandlung folgen können. Bei Schmerzen oder Fieber sollte daher immer auch an eine Funktionsstörung der Harnröhre, der Blase oder der Nieren gedacht werden.

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