Diabetes im Kindergarten

Wie jede Mama mache auch ich mir natürlich Gedanken, ob mein Kind gesund ist – eine Sorge, die einem stets im Hinterkopf bleibt. Eine Erkrankung, die nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern immer häufiger auftritt ist Diabetes mellitus (auch ich hatte während meiner Schwangerschaft einen Gestationsdiabetes – mehr dazu hier).

Wenn das Kind Diabetes hat und was es für die Kindergartenzeit zu beachten gilt
©Navy Hale Keiki by flickr.com

Es gibt zwei Arten von Diabetes mellitus: Den Typ-1 Diabetes und den Typ-2 Diabetes, die sich schon anhand der Ursachen voneinander unterscheiden lassen. Die Ursachen für Typ-2 Diabetes liegen in den Erbanlagen und meist in einer falschen Ernährung begründet, während es sich bei Typ-1 Diabetes um eine nicht heilbare Autoimmunerkrankung handelt. Was genau für die Entstehung eines Diabetes verantwortlich ist, ist bis heute unbekannt.

Für Kinder mit Typ-1 Diabetes ist der ganz normale Besuch des Kindergartens nicht nur möglich, sondern sogar wichtig. Um sich nicht durch die Krankheit ausgeschlossen zu fühlen, sollten die Kleinen von Anfang an einen offenen und verantwortungsvollen Umgang mit ihrem Diabetes lernen. Dabei sollten sie sowohl von uns Eltern als auch von Erzieherinnen und Erziehern zuverlässig unterstützt werden.

Wenn das Kind Diabetes hat und was es für die Kindergartenzeit zu beachten gilt

⦁ Das Kind sollte in der Regel nur die mitgebrachten Speisen zu vorgegebenen Zeiten verzehren und diese auch komplett aufessen. Wenn doch einmal Naschereien, z.B. zu einem Geburtstag, auf den Tisch kommen, sollte die Erzieherinnen einfach kurz Bescheid geben, damit man sich abends nicht über hohe Blutzuckerwerte wundert. Letztendlich tragen wir als Eltern die Verantwortung für die Auswahl des Essens und sollten die Mahlzeiten dem Tagesablauf im Kindergarten anpassen.

⦁ Es ist wichtig, alle Erzieherinnen und Erzieher über Symptome und nötige Maßnahmen im Falle einer Unterzuckerung zu informieren. Meist hilft schon eine Portion Traubenzucker und etwas Ruhe. Rutscht das Kind jedoch in eine starke Unterzuckerung (Hypoglykämie) muss sofort der Notarzt her. Aus Sicherheitsgründen ist es deshalb unerlässlich, über die wesentlichen Einflüsse auf den Blutzucker aufzuklären – hierzu gehören körperliche Aktivitäten, die den Blutzuckerspiegel senken sowie Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel erhöhen.

⦁ Nicht nur alle Erzieherinnen und Erzieher müssen informiert werden (Mein Tipp: Informationsmaterial und übersichtliche Checklisten zusammenstellen), auch die Spielkameraden des Kindes sollten verstehen, warum besondere Regeln einzuhalten sind. Wenn man den Freunden des Kindes verständlich und spielerisch erklärt, was Diabetes eigentlich ist, kann man auf deren Toleranz und Mitgefühl zählen.
(Quelle: Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie)

Diabetes und Essen im Kindergarten
©Ritas Safo by flickr.com

Essen im Kindergarten: Gibt es Lebensmittel, die den Blutzuckerspiegel nur gering beeinflussen?

Es gibt einige Lebensmittel, die den Blutzucker nur gering ansteigen lassen – damit habe ich mich selbst bereits während meiner Schwangerschaft beschäftigt. Solche Nahrungsmittel können Kinder mit Diabetes auch ruhig mal zwischendurch essen ohne starke Blutzuckerschwankungen erwarten zu müssen. Hierzu gehören rohes Gemüse (z.B. Karotten, Kohlrabi und Paprika), zuckerfreie Bonbons und leckere ungezuckerte Früchtetees.

Empfehlenswert ist die Zusammenstellung von gesunden Snacks: Eine Kombination aus vollwertigem Brot, vitaminreichem Obst, knackigen Gemüsestreifen und etwas Naturjoghurt bietet sich besonders an.
Siehe: Diabetes im Kindergarten (Accu-Chek)

Sport im Kindergarten: Was sollte man bei Kindern mit Diabetes beachten?

Ich lege Wert darauf, dass mein Kind sich viel bewegt und durch die Gegend tobt – denn genau das gehört ja zum Kind-Sein einfach dazu. Doch worauf muss man als Elternteil achten, wenn das Kind Diabetes hat? Generell dürfen bzw. sollten Kinder mit Diabetes an allen Aktivitäten teilnehmen, da Bewegung im Alltag schon im Kindesalter gesunde Auswirkungen hat.

Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass Bewegung den Blutzuckerspiegel sinken lässt. Deshalb können wir als Eltern unserem Schützling einfach einen kleinen Vorrat an kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln mitgeben – hierzu kommen zum Beispiel Traubenzucker, Müsliriegel, Kekse oder auch Fruchtsäfte infrage. Dieser Vorrat sollte für spontane sportliche Aktivitäten bereitstehen und kann beispielsweise in einer Dose aufbewahrt und mit „vor dem Sport essen“ beschriftet werden.

In freundlicher Zusammenarbeit mit Accu-Chek

Quelle: Neuerkrankungsrate von Kindern und Jugendlichen in den letzten 20 Jahren um rund 3,5 bis 4,5 Prozent pro Jahr angestiegen

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