Chili für ein gesundes Leben

Chili bereichert viele Gerichte mit einer milden bis intensiven Schärfe. Doch neben dieser Geschmacksanreicherung wirkt sich das Gewürz in vielerlei Hinsicht positiv auf die Gesundheit aus. Hier geht es nicht nur um ein verbessertes Wohlbefinden, sondern um einen teils massiven Einfluss auf die körperliche Konstitution. Aus diesem Grund ist Chili Bestandteil intensiver Forschungen, die den zahlreichen Wirkungen nachgehen.

Medizinische Bereiche im Zusammenhang mit Chili

Die Chilischote stammt aus der Familie der Nachtschattengewächse. Sie enthält ein Alkaloid namens Capsaicin, welches gemeinsam mit anderen (sekundären) Pflanzenstoffen nicht nur für die Schärfe sorgt, sondern eine Reihe entzündungshemmende, antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften vereint.

So wirkt sich Chili beispielsweise durch seinen Einfluss auf die Darmflora positiv auf das Verdauungssystem aus. Zu den weiteren interessanten Aspekten zählt der Beitrag zur Gewichtsreduktion. Denn Chili wirkt nicht nur wie ein natürlicher Appetitzügler, sondern kurbelt auch den Energie- und damit Kalorienverbrauch an.

Chili-Schoten

Die weiteren Anwendungsfelder von Chili sind: Durchblutungsstörungen, Hautkrankheiten, Muskelschmerzen sowie die Verwendung als Aphrodisiakum. Geforscht wird des Weiteren im Zusammenhang mit chronischen Entzündungskrankheiten, wie beispielsweise Arthritis. Bereiche wie Migräne, Blasenschwäche, Bluthochdruck und Geschwüre machen deutlich, wie umfassend die Auswirkungen sein können. Die eröffnet eine Reihe aktueller und zukünftiger Forschungsfelder und Langzeitforschungen.

Eine aktuelle Studie der Universität Peking, welche im „British Medical Journal“ veröffentlicht wurde, bescheinigt der scharfen Schote sogar eine Verringerung der Gesamtsterblichkeit. Allerdings unter der Einschränkung, dass neben dem regelmäßigen Verzehr scharfer Speisen auch weitere Faktoren auf diesen Effekt Einfluss nehmen können. Die Kausalzusammenhänge lassen sich hier nicht eindeutig klären.

Weitere Forschungen geben der Vermutung Anlass, dass die Anwendung der Schote sogar als präventive Maßnahme gegen Krebs angewandt werden kann. Der Grund dafür ist, dass Capsaicin krebserregende Giftstoffe im Körper angreift, ohne einen schädlichen Einfluss auf gesunde Körperzellen zu nehmen. Als sicher gilt zudem die positive Auswirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Die Art der Einnahme und Anwendung

Neben der Aufnahme über die Nahrung kann es auch in Pflaster-, Salben-, Pillen- und Kapselform angewandt werden. Inwieweit sich Chili-Präparate wirklich eignen, ist jedoch zum Teil umstritten. Für die Zubereitung von Speisen gibt es verschiedene Möglichkeiten es hinzuzufügen. Neben frischen Chilischoten, Pasten und dem allseits bekannten Pulver zählen auch mit Chili verfeinerte Produkte zu den Verfeinerern des Speiseplans. Ein Beispiel hierfür ist aromatisiertes Olivenöl.

Die Dosierung von Chili

Die Einnahme von Chili in Speisen ist durchaus mehrfach die Woche möglich. Allerdings kann und sollte bei der Dosierung der Schärfe variiert werden. Regelmäßig bis zum massiven Schweißausbruch zu essen ist nicht vonnöten und sogar schädlich. Hier entscheidet vor allem der persönliche Geschmack über die Einnahme. Dabei sollten auch mögliche Risiken bedacht werden. Übelkeit, Erbrechen, Bluthochdruck und Reizung der Schleimhaut sind möglich. Kinder reagieren hier deutlich empfindlicher als Erwachsene.

Die Art der Anwendung hängt mit den verschiedenen Auswirkungen zusammen. Für die gewichtsregulierenden Eigenschaften beispielsweise ist die Zuführung über die Speisen elementar. In Form von Kapseln oder Ähnlichem könnte er nicht seine gewünschte Wirkung entfalten. Verglichen mit weiteren Darreichungsformen ist die Aufnahme über die Nahrung am Sinnvollsten.

Bildrechte: Holzbrett Chili © photocrew / fotolia.com

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