Bandagen – warum sie nicht nur stützen sondern auch die Heilwirkung unterstützen

Wer sich und seinen Körper liebt, sollte auch darauf achten ihn gut zu schützen. Ob professioneller Sportler oder in der Freizeit, mit Bandagen können Gelenke stabilisiert werden. Dies kann aufgrund von einer Therapie stattfinden oder vorbeugend.

Bandagen wirken sich sehr positiv auf die Knochen und Gelenke aus und können sogar Schmerzen lindern und bei der Heilung helfen.

Doch worauf sollte man dabei genau achten und welche Arten von Bandagen gibt es eigentlich?

Knie-Bandagen stützen, lindern Schmerzen und schützen das Knie beim Fußball.

Generelle Vorteile von Bandagen

Eine Bandage ist wahrscheinlich eines der ältesten Hilfsmittel bei körperlichen Einschränkungen. Sogar zur Zeit der Pharaonen kannte man Bandagen und deren Wirkung.

Auch die Mumien wurden durch sie zusammengehalten. Das Wort Bandage stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie Verbindung.

Heute kennt man zwei unterschiedliche Formen von Bandagen. Zum einen findet man elastische Bänder, die als Schutz um bestimmte Körperstellen gewickelt werden sowie Kompressionsbandagen, die zur Therapie oder Prophylaxe bei Gelenkbeschwerden und Muskelbeschwerden eingesetzt werden.

Bandagen haben zahlreiche Vorteile zu bieten
  • Bandage lindern Schmerzen und entlasten,
  • fördern die Beweglichkeit,
  • wirken auf Knochen und Gelenke aktivierend,
  • sind atmungsaktiv und verursachen kein Schwitzen,
  • sind antibakteriell und weisen einen hohen Tragekomfort auf,
  • schützen bei Kontaktsportarten und Stürzen,
  • sind in unterschiedlichen Größen zu finden.

Bandagen sind also nützliche Helfer im Alltag und können bei Unbeweglichkeit und Schmerzen helfen.

Man verwendet sie für die Hände, die Knöchel, den Rücken, die Ellenbogen usw. In der Orthopädie werden sie dazu verwendet, um die körperliche Mobilität wiederherzustellen, zu unterstützen oder zu fördern.

Bei zahlreichen Beschwerden, Verletzungen und bei Beeinträchtigungen des menschlichen Bewegungsapparats werden sie eingesetzt. Doch wie genau wirken sie?

Wie wirken Bandagen?

Eine Bandage kann das Gelenk und den Knochen schützen, stützen und entlasten. Üblicherweise sitzt sie fest und ist dennoch sehr bequem.

Sie bietet also einen hohen Tragekomfort. Betroffene Stellen werden durch Bandagen vor einer möglichen Überanstrengung effektiv geschützt.

Außerdem können Bandagen auch Verletzungen vorbeugen. In vielen Sportarten sind sie daher einfach unverzichtbar und dienen als
prophylaktisches Hilfsmittel.

Auch der Halt wird durch die Bandage natürlich verbessert, weshalb sie auch Schmerzen lindert, die zum Beispiel durch eine Überdehnung von Bändern entstanden sind.

Durch den besonders elastischen Verband kann die eigene Körperwahrnehmung zudem gefestigt werden.

Die betroffenen Stellen werden durch sie automatisch mehr geschützt. In jedem Fall gibt eine Bandage stets ein Gefühl an zusätzlicher Sicherheit.

Durch die Bewegung, also das An- sowie Entspannen der Muskulatur und durch die Enge, wird eine Kompression erzeugt.

Eingearbeitete Pelotten können das Gewebe zusätzlich massieren. (Bei den Pelotten handelt es sich übrigens um eine Art Polster.)

Durch dieses Vorgehen wird die Durchblutung ebenfalls gesteigert. Bei einer Entzündung kann dies außerordentlich positiv für den Heilungsprozess sein. Schwellungen klingen dadurch deutlich schneller wieder ab.

Ursprünglich verwendete man Verbände, damit ein komprimierender Effekt erzielt werden konnte. Durch Druck wurde dem Schmerz so entgegengewirkt.

In vielen Fällen werden heute gestrickte Bandagen eingesetzt, die eine flächenhafte Komprimierung aufweisen.

Sie sind aufgrund der atmungsaktiven Textilien deutlich verträglicher und müssen daher nicht mehr immer wieder neu gewickelt werden.

Die häufigsten Bandagen-Arten

Die Handgelenkbandage

Da unsere Hände jeden Tag für uns arbeiten müssen, kommt es ab und zu einmal zu Reizzuständen oder einer unangenehmen Sehnenscheidenentzündung. Eine Handgelenkbandage kann durch gezielten Druck auf den Unterarm diesen Beschwerden entgegenwirken.

Die Bandagen lindern nicht nur Schmerzen, sondern entlasten auch die Muskeln. Diese können sich dadurch wieder schneller regenerieren. Bei Zerrungen und Verstauchungen sind sie ebenfalls außerordentlich hilfreich. Es gibt sogar spezielle Bandagen für das Daumengelenk zu finden.

Die Ellenbogenbandage

Auch unsere Ellenbogen schenken uns im Alltag großartige Leistungen. Durch sie können wir den Arm beugen, strecken, drehen usw. Oftmals kommt es jedoch zu Überlastungen. Beim Sport kann es beispielsweise schnell zum gefürchteten Tennisarm kommen. Dieser entsteht durch eine übermäßige, einseitige Belastung.

Bei einer Ellenbogenbandage gibt es eingearbeitete Massage-Pelotten, die den Schmerz lindern können und die Schwellung reduzieren. Bei Arthrose und Arthritis wird sie ebenfalls immer wieder eingesetzt.

Die Rückenbandage

Sie kommt bei akuten und chronischen Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule zum Einsatz. Diese können die Bewegungsfreiheit deutlich einschränken. An dieser Stelle hilft die Bandage direkt in der Therapie bei Rückenschmerzen oder vorbeugend.

Eine Rückenbandage kann unter Umständen sogar auf Maß angefertigt werden, wenn es um den optimalen Halt geht. Dadurch können individuelle Probleme gelöst werden.

Angewandt wird sie bei Arthrose der Wirbelsäule, Rückenschmerzen und Überlähmungserscheinungen, oft auch in der Schwangerschaft als unterstützende Maßnahme gegen Rückenschmerzen oder bei einer Abnutzung der Bänder.

Wie erkennt man eine gute Bandage?

Die Bandage muss in jedem Fall passen. Auch in Aktion darf sie nicht drücken oder einengend wirken. Besonders wichtig ist ein hautfreundliches, atmungsaktives Material, das einen angenehmen Tragekomfort versprechen kann.

Eine gute Bandage sollte Feuchtigkeit aufnehmen können und diese an die Oberfläche leiten. Dadurch können wunde Stellen vermieden werden.

Fazit

Bandagen können nicht nur den Heilungsprozess positiv beeinflussen, sondern auch gegen Schmerzen helfen und als vorbeugende Maßnahme ihre Verwendung finden.

Wichtig ist, dass die Bandage gut sitzt, ein gutes Material zu bieten hat und natürlich richtig fixiert wurde.

Zudem sollte sie die Feuchtigkeit an die Oberfläche befördern können und atmungsaktiv sein.

Bandagen werden heute bei unterschiedlichen Beschwerden und Problemen eingesetzt, verbessern die Mobilität und sollen somit stets eine Unterstützung darstellen. Auch im Sport werden sie gerne verwendet.

Bildrechte: ©Photo by Amr Taha™ on Unsplash

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