Alternative Energieerzeugung – Ökostrom

Die Energiewende in Deutschland ist bereits seit Jahren Realität: zwar ist mit einem Anteil von 40 % die Kohle noch der aktuell wichtigste Energieträger, doch die erneuerbaren Energien (z.B Ökostrom) befinden sich eindeutig auf dem Vormarsch.

Wind (12,1 %), Wasser (3,2 %) und Photovoltaik (5,9 %) leisten bereits einen wichtigen Beitrag zur deutschen Energieversorgung – deutlich mehr übrigens als Kernenergie, die mit knapp über 13 % immer mehr an Gewicht verliert. Worauf sollten Verbraucher achten, wenn sie sich auf die Suche nach einem Anbieter für Ökostrom machen?

Was ist Ökostrom?

Unter erneuerbaren Energien werden sämtliche Energieträger verstanden, die entweder nachwachsenden Rohstoffen entstammen oder auf Sonne und Wind sowie Erdwärme setzen – die Naturgewalten schicken bekanntlich keine Rechnung, auch eine Belastung der Umwelt findet nicht statt.

Bei der Stromgewinnung aus fossilen Brennstoffen, insbesondere Kohle und Öl, ist dies hingegen kaum zu vermeiden. Wer einen eigenen Beitrag zum Thema leisten möchte, kann sich bei der Wahl des Stromanbieters für Ökostrom entscheiden. Die Kosten fallen kaum höher aus, Unterschiede bei den Tarifen gibt es dennoch.

Erneuerbare Energien - Ökostrom

Immer mehr Anbieter von Ökostrom

Der Trend zum Ökostromtarif hat in den vergangenen Monaten und Jahren dafür gesorgt, dass das Angebot größer geworden und die Preise gefallen sind. Durch den Ankauf von Ökostrom-Zertifikaten können die Energieversorger Ökostrom in ihr Portfolio aufnehmen. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass es sich physisch noch lange nicht um Ökostrom handeln muss.

So ist es beispielsweise möglich, dass ein Anbieter aus Skandinavien durch Wasserkraftwerke echten Naturstrom erzeugt und ein Zertifikat darüber an einen deutschen Energieversorger verkauft. Dieser kann damit seinen konventionellen Kohle- oder Atomstrom einfach umdeklarieren. Verbraucher sollten also darauf achten, dass der Anbieter auch tatsächlich in die Erzeugung von Ökostrom investiert und damit einen Beitrag zur Energiewende leistet. Durch das Grüner Strom Label (GSL) wird beispielsweise zertifiziert, dass der Versorger auch physisch sauberen Strom erzeugt und liefert.

Anbieter wie LichtBlick, Ökostrom+ und Greenpeace Energy haben sich in den letzten Jahren einen Namen mit durch und durch sauberen Strom gemacht. Beim Tarifvergleich des Verbraucherportals Netzsieger hat zudem auch Grünwelt Energie positiv abgeschnitten. Die Tester lobten unter anderem die klimaneutrale Erzeugung von Ökostrom, die übersichtliche Website und die vielen Tarifmodelle. Letztere sorgen dafür, dass jeder Verbraucher das passende Angebot für sich findet und für die Leistungen nicht zu viel zahlt.

Fazit – Die Energiewende kann gelingen

Überhaupt stellt sich die Frage, ob Ökostrom nicht zu teuer ist. Die Preisstruktur zeigt allerdings, dass der Naturstrom auch hinsichtlich der Kosten mittlerweile problemlos mit konventionellem Strom konkurrieren kann – was letztlich auch auf die EEG-Umlage zurückzuführen ist, die konventionellen Strom zur Förderung der Energiewende zusätzlich belastet. Möglicherweise sind diese Investitionen aber notwendig, um letztlich Kohlestrom und Atomstrom vollständig zu ersetzen und in eine grüne Zukunft zu starten.

Energieingenieure sind sich sicher, dass in absehbarer Zeit Solarkraft und Windenergie ausreichend sein werden, um unseren Energiebedarf vollständig zu decken. Am Ende zeigt sich also, die Energiewende ist keine Utopie mehr schon jetzt gibt es günstige und konkurrenzfähige Tarife, die den Strombedarf mit grünem Strom decken können. Bei der Auswahl des Anbieters sollte aber darauf geachtet werden, dass die alternative Energieerzeugung tatsächlich gefordert wird.

Bildrechte: Pixabay.com ©hpgruesen (CC0 Creative Common)

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