Osteopathie-Ausbildung

Osteopathie zählt zur Alternativmedizin und steht für die Behandlungskonzepte und Krankheitskonzepte in diesem Bereich. Die Behandlung erfolgt manuell, also mit den Händen des Osteopathen.

Ausbildung zum Osteopathen

Die Osteopathie-Ausbildung erfolgt in Deutschland noch überwiegend an privaten Schulen. An den meisten Schulen wird eine berufsbegleitende Ausbildung angeboten. Physiotherapeuten, Ärzte und Heilpraktiker sind die Zielgruppe für die berufsbegleitende Ausbildung. Da die Osteopathie in Deutschland immer noch als Heilkunde gilt, dürfen nur Heilpraktiker und Ärzte sie in Anwendung bringen.

Für berufsfremde, überwiegend Abiturienten wird die Osteopathie-Ausbildung auch in einer fünf Jahre dauernden Vollzeitausbildung angeboten. Zeitgleich mit der Ausbildung werden sie auf den Heilpraktikertitel vorbereitet, ohne den sie die osteopathische Behandlung nicht durchführen könnten und dürften. Die Vollzeitausbildung umfasst über 5.000 Unterrichtseinheiten für das Erlernen der Osteopathie. Um legal arbeiten zu dürfen, haben alle Absolventen der Vollzeitausbildung auch die Prüfung zum Heilpraktiker abgelegt.

Die Hochschule Fresenius bietet seit 2011 den ersten Bachelorstudiengang in Deutschland an. 2013 kommt ein zweiter Standort in München dazu. Die berufsbegleitende Ausbildung findet in Wochenendseminaren statt und dauert mindestens vier Jahre. Ein Unterrichtsvolumen von 1.350 Stunden muss absolviert werden.

In Theorie und Praxis aufgeteilt beinhaltet die Ausbildung wichtige medizinische Grundlagenfächer wie Anatomie und Physiologie. Des Weiteren erlernt der Auszubildende die unterschiedlichen Techniken zur Anwendung der Osteopathie. Während der vierjährigen Ausbildung lernen die Schüler die vielen Bereiche der Osteopathie als wirksame Form der Medizin kennen und schulen ihre Hände zu feinfühligen Werkzeugen zum Ausführen dieser Heilkunst.

Osteopathie-Ausbildung – Definition und Kostenerstattung

Die Osteopathie definiert sich darin, dass der durchführende Arzt oder Heilpraktiker einen Befund oder eine therapeutische Maßnahme mit seinen bloßen Händen durchführt. Für den Begriff Osteopathie werden teilweise auch Synonyme wie manuelle Therapie, Chirotherapie oder Chiropraktik benutzt.

Seit 2012 übernehmen einige gesetzliche Krankenkassen anteilig die Behandlungskosten bei Pflichtversicherten, vorausgesetzt, er bringt eine ärztliche Bescheinigung und der Behandelnde besitzt die berufliche Qualifikation für diese Behandlung. Die meisten privaten Krankenversicherer erstatten die Kosten für osteopathische Behandlungen schon seit Längerem.

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