Migräne im Zusammenhang mit Zucker

Menschen die unter Migräne leiden achten oft mehr auf die Ernährung und die äußeren Einflüsse, als es Menschen ohne Migräne tun. Da stellt sich die Frage: Kann der Konsum von Zucker die Migräne oder überhaupt Kopfschmerzen beeinflussen? Ist der Zucker ein Trigger also Auslöser von Migräne?

Welches sind eigentlich Migräneauslöser – Trigger?

Umwelteinflüsse bzw. körpereigene Ungleichgewichte, können eine Migräne hervorrufen. Sie werden Trigger genannt. Tigger sind sehr schwer aufzudecken. Es können chemische Dämpfe, flimmerndes ständig aufblitzendes Licht in der Disko, grelles Licht, Lärm, ein plötzlicher Wetterumschwung, Veränderungen des Luftdrucks, aber auch Stress, Aufregung und psychische Überlastung wie Schlafmangel, Alkohol u.v.m. sein, die eine Migräneattacke auslösen.

Migräne im Zusammenhang mit Zucker
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Migräne durch Schwankungen des Blutzuckers

Bei einer normalen und ausgewogenen Ernährung ist der Blutzuckerspiegel eines gesunden Menschen im normalen Bereich angesiedelt. Bei übermäßigem Konsum von Zucker wird nach einer gewissen Zeit eine Überreaktion der Bauchspeicheldrüse provoziert. Dies bedeutet genauer gesagt, dass bei einem Konsum von Zucker deutlich zu viel Insulin im Körper produziert wird. Dabei steigt der Blutzucker kurzzeitig an fällt dann direkt ab. Diese niedrigen Werte nehmen viele Menschen nach einer gewissen Zeit nicht mehr wahr.

Anzeichen einer Unterzuckerung sind:

– Zittern,
– Unruhe,
– Aggressivität,
– Kalter Schweiß,
– Kopfschmerzen,
– Müdigkeit,
– Angst,
– Übelkeit.

Gesondert sollte wir also den Trigger von „unregelmässigen Mahlzeiten“ betrachten. Wer sich ausgewogen ernährt und eine normale Blutzuckerspiegelregulation hat, wird auch mit unregelmässig eingenommenen Mahlzeiten gut zurecht kommen. Der Körper reguliert bei diesen Personen den Blutzuckerspiegel. Zu einer bedenklichen Unterzuckerphase kann es kaum kommen – auch dann nicht, wenn einige Fastentage eingelegt werden.

Ganz anders ist es dagegen bei jemand gerne Mahlzeiten aus isolierten Kohlenhydraten zu sich nimmt wie Kuchen, Weißes Brot, Schokolade. Bei diesen Personen erhöht sich der Blutzuckerspiegel zunächst,wie bereits beschrieben sehr stark und das veranlasst die Bauchspeicheldrüse mehr als reichlich Insulin auszuschütten.

Insulin selbst sorgt dafür, dass der überschüssige Zucker aus dem Blut in die Körperzellen hinein gebracht wird. Das Ergebnis ist eine Unterzuckerung (Hypoglykämie), der dazu führt, dass sich wieder Hunger einstellt. Ist man während einer solchen Unterzuckerung nicht und der Körper kann, seinen Blutzuckerspiegel nicht selbständig einpendeln, dann kann die länger andauernde Unterzuckerphase bei einer Migräne triggern.

Zusätzlich machen solche Unterzuckerphasen das Gehirn für die sog. Excitotoxine sehr anfällig. Excitotoxine sind Botenstoffe die in eingeschränkten Mengen für das Gehirn wichtig sind, im Übermaß allerdings Schaden verursachen.

Was können Migräne-Patienten tun die bemerkt haben, dass Zucker der mögliche Auslöser für ihre Migräne ist?

Haben Migränepatienten bereits selbst den Zusammenhang zwischen ihrem Zuckerkonsum und einem Migräneanfall feststellen können. Doch auch Personen, die keinen direkten Migräneanfall nach einem Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln bekommen, sollten folgende Dinge beachten:

– keine süßen Speisen & Getränke zu sich nehmen,
– Weg lassen von Süßstoffen jeglicher Art, auch von Stevia,
– regelmäßige Essenszufuhr über den Tag hinweg verteilt (Ratsam ist es alle zwei Stunden etwas zu essen.),
– Genießen Sie ein Stück Obst pro Tag.

Süßer Geschmack ist zu vermeiden jedoch sollte Zucker nicht komplett gemieden werden. In den meisten im Supermarkt angebotenen Produkten befindet sich Zucker. Dies ist nicht weiter schlimm, solange der süße Geschmack nicht sehr stark ist.

Natürlich darf als Ausnahme ein Stück Torte berzehrt werden, bei einer Feier zum Beispiel.. Sie sollten unbedingt darauf achten, dass es nur eine Ausnahme und keine Angewohnheit sein kann.

Ist Schokolade in Trigger?

Ob Schokolade Schuld an dem Auftreten von Migräne hat, ist auch in Fachkreisen umstritten. Kakao setzt das biogene Amin Histamin frei, es wehrt körperfremde Stoffe ab, damit wehrt er jedoch auch allergische Reaktionen ab. In der Regel baut die Diaminoxidase ein anderes Enzym das Histamin in der Blutbahn wieder ab.

Bei manchen Menschen ist dieses Enzym jedoch eingeschränkt, in Folge dessen kann der Körper Histamin nicht total verwerten. Leidet ein Mensch unter einer derartigen Histaminintoleranz, ist es gut möglich, dass Schokolade Schuld an einer Migräne ist. In der Regel ist Schokolade jedoch nicht der Auslöser einer Attacke. Wenn ein Migränepatient beginnt sich viele Schokoriegel hineinzustopfen, ist die Migräne bereits im Anrollen.

Der Heißhunger auf Süßes kündigt die gefürchteten Migräne-Kopfschmerzen vieler Betroffener bis zu zwei Tage vorher an.

Fazit:

Migräne steht also im direkten Zusammenhang mit Zucker weil das Gehirn als erstes Organ, auf die Unterzuckerung reagiert. Das Ergebnis dieser Reaktion sind Migräne-Schmerzen. Das Gehirn braucht eine gewisse Menge an Zucker für seine Tätigkeit. Bekommt es allerdings nicht ausreichend Zucker für die reibungslose Funktion, reagiert es mit den oben aufgeführten Symptomen.

Schon bevor diese Symptome auftreten ist das Gehirn deutlich aktiver, da es bereits mit dem Problem der Unterzuckerung beschäftigt ist. Menschen die Migräne anfällig sind, bekommen dadurch schnell einen Migräneanfall. Es ist allerdings nur eine sehr kurze Erklärung für das Problem.

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