Bockshornklee – Heilpflanze und Gewürz

Mehrere positive Eigenschaften vereinen sich im Samen der alten Heil- und Kulturpflanze mit der ausdrucksstarken Bezeichnung Bockshornklee: er verfeinert Speisen als Gewürz und er wird bei einer Vielzahl körperlicher Beschwerden erfolgreich eingesetzt, wie Studien und Erfahrungsberichte zeigen.

Den Namen haben die kleinen Bockshornkleesamen übrigens ihrem Äußeren zu verdanken, denn die Optik erinnert an die Form von Hörnern. Um die Namensgebung abzurunden: In der Botanik ist die Heilpflanze unter „Trigonella Foenum Graecum“ bekannt, bei den Briten und bei den Kraftsportlern als „Fenugreek“. Letztgenannte Gruppe greift auf die testosteronsteigernde Wirkung zurück, die wissenschaftlich belegt ist.

Bockshornklee – die Inhaltsstoffe sorgen für die Wirkung

Schaut man sich die Inhaltsstoffe der ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum beheimateten Pflanze genauer an, finden sich hauptsächlich Schleimstoffe, Steroidsaponine, Bitterstoffe, Vitamine, Calcium, Eisen, Magnesium, Proteine und – wenn auch gering – ätherisches Öl in dem getrockneten Samen. Die Schleimstoffe liefern gesundheitlichen Nutzen, indem sie sich wie eine schützende Haut beruhigend auf gereizte Schleimhäute legen und so Linderung bringen können.

Die enthaltenen Steroidsarponine können positiv auf das Blutbild einwirken und so etwa cholesterinsenkend und regulierend auf den Blutzucker wirken. Die größten Erfolge bietet Bockshornklee jedoch bei einem ganz anderen – für viele belastenden – Problem: Haarausfall. Bockshornklee kann als ein hochwirksames Mittel gegen eine zu schütter werdende Haarpracht eingesetzt werden.

Bockshornklee-Samen
Bockshornkleesamen

Forscher vermuten, dass die anregende Wirkung auf den Haarwuchs auf eine harmonische Kombination der Inhaltsstoffe zurückgeht, die die Zellstruktur der Haarwuchszellen anzuregen scheint. Ferner dürften die enthaltenen Proteine die Haarwurzel stärken, um so kräftigere Haare sprießen zu lassen. Immerhin wird Bockshorn seit Jahrtausenden verwendet und glaubt man Historikern, mit großem Erfolg.

Nachdem die Pflanze ihren Siegeszug nach Europa antrat, nutzen sowohl Pfarrer Kneipp als auch Hildegard von Bingen Bestandteile der krautigen Pflanze gegen allerlei Beschwerden – ohne zu wissen, dass Studien die Wirksamkeit der Anwendung irgendwann bestätigen werden. Das Zeug half – und wurde aus diesem Grund gezielt angebaut.

Wie wird Bockshorn angewandt?

Die Anwendung von Bockshorn hängt vom Beschwerdebild ab. Bei Appetitlosigkeit empfiehlt sich etwa ein Sud, zubereitet aus den ganzen Bockshornkleesamen, während bei einem Abszess oder Furunkel wohl eher das Pulver zum Einsatz kommt. Bei Leberbeschwerden kann ein Wickel Linderung bringen, bei Haarausfall gibt es hochwirksame Kapseln, die mit dem Pulver der Bockshornkleesamen gefüllt sind.

Weitere Informationen über Anwendung, Geschichte, Beschwerdebilder und Anwendungsgebiete gibt es auf https://www.bockshornklee-info.de.

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