Bewährte Heilkräuter aus Asien

Die Verwendung von Heilpflanzen bzw. Heilkräutern zur Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen hat eine lange Vergangenheit in Asien. In Europa kam es in den letzten Jahrzehnten ebenfalls zu einem erneuten Aufleben der Pflanzenheilkunde.

Von Haarausfall über Pilzinfektionen, Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen bis Tumorleiden und Nierenversagen – für nahezu jedes denkbare Leiden gibt es in der Traditionellen Chinesischen Medizin (kurz TCM) eine Pflanze oder ein Kraut.

Jedoch fällt es schwer, die Wirksamkeiten wirklich wissenschaftlich nachzuweisen. Zum einen finden zu viele verschiedene Pflanzen in der TCM Verwendung, weil verschiedenste Pflanzen zusammengemischt werden. Zum anderen hat jeder chinesische Arzt sein eigenes Mischverhältnis, so dass eine wissenschaftliche Überprüfung erschwert wird. Trotzdem gibt es auch in Europa mittlerweile ganze Kataloge über Heilpflanzen und ihre nachgewiesenen Wirkungen.

Wassernabel aus Asien bei Verbrennungen und Hauterkrankungen

Eine wichtige Pflanze, die sogar von der WHO empfohlen wird, ist der Asiatische Wassernabel. Es handelt sich hierbei um ein Krautgewächs, das vor allem nasse, subtropische Klimazonen bevorzugt.

Es wirkt nachweislich bei Verbrennungen und Sonnenbrand, entzündlichen Hauterkrankungen und beugt der Narbenbildung vor. Außerdem kann es bei Stressbedingtem Reizmagensyndrom und Darmgeschwüren helfen. Man kann sowohl fertige Kapseln kaufen, als auch das Kraut im Verhältnis 1:10 für Teilbäder mit heißem Wasser aufgießen oder in Umschlägen verwenden.

Der Wirkstoff des Asiatischen Wassernabels sind Saponine, die im Körper die Bildung von Fibroblasten anregen und regulieren, wodurch eine schnelle Wundheilung ohne überschießendes Narbengewebe erzielt wird.

Ananas bei Schmerzen und Ödemen

Eine heilende Wirkung wird auch der Ananas nachgesagt, oder viel mehr dem Enzym Bromelain, welches in Ananas nachgewiesen werden konnte. Jedoch reicht es nicht, diese einfach nur zur Essen, da für eine medizinische Wirkung eine sehr hohe Konzentration von Bromelaim notwendig ist, welche nur durch den täglichen Verzehr von 30 Kilogramm Ananas gedeckt werden könnte. Deswegen sollte man auf Fertigkapseln aus isoliertem Bromelain zurückgreifen.

Damit können verschiedenste Leiden therapiert werden. Durch das Blockieren von Botenstoffen, die Schmerzen auslösen, kann Bromelain diese lindern. Bei Ödemen (also Wassereinlagerungen im Gewebe) kann Bromelain durch seine entwässernden Wirkungen die Gefäße verdichten, damit kein weiteres Wasser ins Gewebe einläuft. Auch Thrombosen können vorgebeugt werden, da Bromelain Fibrinfasern, welche sich zu Gerinnseln verklumpen können, auflöst. Bei einer Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse kann das Enzym ebenfalls Abhilfe schaffen, da es ähnlich wirkt wie die Drüsenhormone und so Verdauungsprobleme behebt.

Als Nebenwirkung können Bauchschmerzen und allergischer Hautauschlag auftreten.

Baldrian bei Schlafstörungen und Muskelverspannungen

Ein weiteres sehr bekanntes Heilkraut ist Baldrian, bzw. seine Wurzeln. Die ätherischen Öle und andere Wirkstoffe können als Fertigmedikament oder Tee sowie als Badezusatz genutzt werden und bei Schlafstörungen, Nervosität, Konzentrationsstörungen und Muskelverspannungen helfen. Wie genau das Kraut unser Nervensystem beeinflusst ist nicht komplett erforscht, jedoch ist seine Wirksamkeit belegt und das Medikament ist in Deutschland zugelassen und sehr verbreitet.

Schwarzer Holunder bei Erkältungen

Auch die Blüten des schwarzen Holunders finden medizinische Verwendung. Bei Erkältungen, Fieber, Schüttelfrost und starkem Husten wirken sie schweißtreibend, antioxidativ, stimulierend auf das Immunsystem und sekretionsfördernd in den Bronchien. Die wirksamen Inhaltsstoffe sind unter anderem Flavonoide, Glykoside, Hydroxyphenylcarbonsäuren und ätherische Öle. Sie werden vorrangig als Tees oder Sirup verkauft, oder als Mischpräparate mit anderen Heilpflanzen.

Bärentraube bei Harnwegsinfekten

Bei der Bärentraube werden ebenfalls die Blätter verwendet und zwar zur Behandlung von Harnwegsinfekten. Hier befindet sich der Wirkstoff Hydrochinonglykosid Arbutin. In der Leber wird er zu Hydrochinon umgebaut, welche dann beim Ausscheiden die Bakterien abtötet und die Harnwege desinfiziert, wodurch die Schmerzen beim Wasserlassen abklingen.

Über Nebenwirkungen liegen keine ausreichenden Informationen vor, Kinder unter 12 sollten aber nicht behandelt werden.

Fazit –

Die vorgestellten Kräuter zählen zu den bekanntesten und bewährtesten Heilkräutern aus Asien. Die Wirkungen sind sehr verschieden. Generell sollte man jedoch starke Heilpflanzen nicht länger als sechs Wochen hintereinander einnehmen.

Die Informationen wurde von Zeinpharma.de zur Verfügung gestellt.

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