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Andrew Blake über Brücken zum ganzheitlichen Denken, Grundlagen für nachhaltigen Lebensstil
von Rainer Treptow
RT: Andrew, du bist ein sehr beschäftigter Autor, Seminarleiter und Festivalorganisator - und jetzt zusätzlich Initiator eines ganzheitlichen Resorts und Ökodorfes auf einer Traum- Insel in der Südsee. Warum ?
AB: Nun, ganz grundlegend, weil es mir Spaß macht und meine Berufung ist.
Zu den zentralen Anliegen meiner Arbeit gehört es, Einheitsbewusstsein - und damit Weltfrieden - zu fördern und Menschen zu helfen, ihre eigene Berufung zu finden.
Mir geht es dabei vor allem um Eigenverantwortlichkeit; die Erkenntnis dass wir Menschen, jeder persönlich, selbst für Weltfrieden verantwortlich sind. Unsere äußere Welt betrachte ich als Manifestation unseres Inneren, unserer Gedankenwelt.
Solange wir im dualistischen Weltbild von Gut und Böse leben, werden wir Krieg und Frieden in ständigem Wechsel erleben.
Der Dalai Lama drückt das so aus:
"Das Gegenteil von Frieden ist nicht Krieg, sondern Gewalt. Es ist die Gewalt, die in jedem von uns steckt, die angegangen werden muss."
Das ist ein konkreter Aufruf zur Aktion für jeden von uns.
Wir können nicht darauf warten, dass Politiker oder Wirtschaftsbosse unsere Welt befrieden. Es liegt bei uns, beim Einzelnen.
RT: Ja, aber was kann man dafür als Einzelner schon tun? Wie war das bei Dir?
AB: Nun, zunächst hatte ich Bücher und Seminare als Medien gewählt, um Denkanstösse und Handlungsanleitungen in diese Richtung weiter zu geben.
Dann habe ich das "Oneness Gathering" als Seminar-Festival ins Leben gerufen, um allen eine direkte Erfahrung dieses geistigen Zustandes von Verbundenheit mit allem Leben zu ermöglichen.
Und nun folgt die Umsetzung im Alltagsleben.
RT: Was bedeutet das in der Praxis ?
AB: Als Familienvater fühle ich mich verantwortlich für die zukünftige und - vor allem - gegenwärtige Lebensqualität meiner beiden jungen Töchter.
Ich erhebe den Anspruch, dass wir Menschen ein natürliches Geburtsrecht auf gesunde Nahrung, Wasser und Lebensumstände haben, sowie auf ganzheitliche Heilmethoden und Erziehung die unser universelles Potenzial fördern. Ich glaube, wir haben als Menschen einen seelischen Anspruch auf Selbstentdeckung und Entfaltung.
Dafür müssen wir uns passende Umstände erschaffen. Wie gesagt, ich glaube nicht dass wir dabei auf andere warten dürfen damit sie uns ein ideales Leben ermöglichen, sondern dass wir selbst unser kreatives Potenzial entdecken und leben müssen.
RT: Du sprachst von verschiedenen Ausdrucksformen deiner Arbeit. Wie sehen diese aus?
AB: Nun, zum Beispiel in meinem neuen Roman, "Zeit des Erwachens", beschreibe ich in einer fiktiven Rahmengeschichte die Erlebnisse eines Mannes der - scheinbar ganz unbedarft - auf eine abenteuerliche, spannende Reise geschickt wird.
Er durchläuft in kürzester Zeit eine Entwicklung von einem durchschnittlichen Mann in unserer westlichen Gesellschaft hin zu einem Menschen der sich seiner Seelenebene und seiner Bestimmung bewusst ist und diese umsetzt.
Was sich wie eine spannende, unterhaltsame Story liest, enthält zwischen den Zeilen manchen Denkanstoss und regt Leser an, selbst auf die Reise nach innen zu gehen.
RT: Schöpfst du dabei auch aus deinem eigenen Erfahrungsschatz? Für welche Menschen ist dein neues Buch besonders von Interesse?
AB: "Zeit des Erwachens" eignet sich als unterhaltsame Einführung in die ganzheitliche Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung und als inspirierende Unterhaltung für jene, die ihren eigenen Weg gegangen sind und sich selbst, eigene Erfahrungen, in der Geschichte wieder erkennen.
RT: Wie passen denn deine Seminare in dieses Konzept?
AB: Im Seminar geht es um die praktische Anwendung des Wissens im eigenen Leben. Wir behandeln grundlegende Prinzipien die unser Leben bestimmen.
Wir schauen uns an wie wir unser Leben in Balance und Harmonie bringen können. Erfahrungen von Seelenkontakt bringen mehr Klarheit zu unserer wahren Lebensaufgabe.
So gehen wir mit einem klaren Konzept nach Hause, wie man Erfahrungen und Gelerntes vom Seminar ins Alltagsleben integrieren kann.
So richtig funktioniert die Umsetzung erst, wenn man ein starkes persönliches Erlebnis davon hatte wo man hin möchte, wenn man erlebt hat wie sich das Herz öffnet - man also die Grenzen des Verstandes sprengt, das "normale", dualistische, Weltbild loslässt - eintaucht in die grenzenlose Weite des Seins.
RT: Ist diese Umsetzung auch die Aufgabe des neuen "Oneness Gathering" Festivals, das du jetzt international organisierst?
AB: Ja, das Festival ist wie ein Rahmen. Hier erschaffen wir - mit Körperarbeit, Musik, Tanz, Ritualen, Meditation und Energiearbeit - ein Feld von hohem Bewusstsein und Transformation.
Anders als beim Seminar gibt’s dabei fast keine Theorie; nur direkte, fühlbare Erlebnisse für jeden Teilnehmer; Erlebnisse von Öffnung - sich selbst und Anderen gegenüber.
Erlebnisse von Verbundenheit mit allem Sein und seiner eigenen Essenz, seinem wahren Selbst - im Gegensatz zum Egoselbst.
RT: Das führt uns zu den vier Existenz-Ebenen, von denen du im Buch sprichst.
Was ist darüber wichtig zu wissen?
AB: Nun, als Menschen erfahren wir uns generell auf 4 Ebenen. Erst mal auf der des Ego.
Hier geht es um unsere persönlichen Bedürfnisse und die unseres direkten Umfeldes.
Wenn wir diese gemeistert - oder weitgehend im Griff - haben, erweitern wir unsere Aufmerksamkeit auf das kulturelle Feld, in dem wir uns eingebettet haben.
Wir beschäftigen uns zum Beispiel mit nationalen, religiösen und kulturellen Anliegen. Diese können uns sogar wichtiger werden als unser persönliches Glück.
Wenn wir hier genug Erfahrungen gesammelt haben gehen wir weiter zur humanitären Ebene: Das Gemeinwohl der Menschheit liegt uns hier am Herzen.
Wir fangen an, uns als Weltenbürger zu verstehen.
In diesem Verständnis werden Dinge wie Weltfrieden, Naturschutz und Abschaffung menschlichen Elends zu elementaren Anliegen.
Und schließlich kommen wir zu einem kosmologischen Verständnis des Lebens. Auf dieser, vierten, Ebene erfährt man eine völlig andere Perspektive zu Dingen wie Raum und Zeit, Ursache und Wirkung, Gut und Böse. Und, vor allem, zu sich selbst.
RT: Wie hängen diese vier Ebenen mit dem Festival zusammen?
AB: Das Festival ist so gestaltet, dass, egal auf welcher Ebene man sich im Augenblick befindet, eine direkte und persönliche Erfahrung von Einheitsbewusstsein stattfinden kann. Diese Erfahrungen sind natürlich vorübergehend, dauern, je nach Person, kürzer oder länger an.
Damit dienen sie uns als Wegweiser, als Motivation weiter zu machen auf unserem Weg. Wer sich einen Schritt vor der nächsten Ebene befindet, z.B. von der Ersten zur Zweiten, für den kann so ein kurzzeitiges Erlebnis von Öffnung und Bewusstseinserweiterung sogar Katalysator für einen Quantensprung sein.
Man wird buchstäblich in die nächste Ebene katapultiert, dort etabliert, fällt also nicht mehr zurück. Für jene, die sich bereits auf der dritten oder vierten Ebene bewegen, können diese Erlebnisse die permanente Integration des wahren Selbst (auch als Seelenebene bezeichnet) bewirken.
Geschieht dies, so geht man als gänzlich anderer Mensch vom Festival als man ankam. Erfüllung des Seelen-Lebensplans und Service an der Allgemeinheit stehen fortan im Mittelpunkt. Damit erfüllt das Festival seine Aufgabe als freudvoller, spielerischer Katalysator für beschleunigtes, kraftvolles persönliches Wachstum auf allen Ebenen.
RT: Wie führte das Festival zu deiner neuesten Ausdrucksform, dem Resort Projekt?
AB: Das Shambala Resort Projekt ist die natürliche Konsequenz eines solchen Entwicklungsweges.
Das Projekt hat zwei Pfeiler: ein ganzheitliches Resort mit holistischem Wellnessbereich, fachkundiger Kinderbetreuung und hochkarätigem Seminarzentrum.
Es bietet Besuchern und Gästen ein „all round" Programm für Familien und Firmen, Singles und Paare die sich erholen oder auch tief regenerieren und heilen wollen.
Angeschlossen an die Hotelanlage ist eine autarke Ökodorfgemeinschaft mit eigener Nahrungs- Wasser- und Energieversorgung.
RT: An wen richtet sich dieses Angebot?
AB: Dieses Projekt dient vor allem als Rahmen für kreative, selbständig denkende, visionäre Menschen mit Pioniergeist und dem Wunsch in Harmonie und Freiheit zu leben und zu arbeiten.
Kurz, Menschen die eine neue Art des zusammen lebens und arbeitens miterschaffen wollen, in Form eines Modellprojektes für das dritte Jahrtausend.
Menschen die sich vom Projekt angesprochen fühlen sind eingeladen sich am Projekt ein Stück Land zu kaufen, ihr Traumhaus zu bauen und als Teil der autarken Lebensgemeinschaft ihre individuellen Talente einzubringen.
Wer sich als Teammitglied einbringen möchte im Hotelbereich, bei Wellness oder Kindererziehung ist natürlich ebenfalls willkommen.
RT: Ist so etwas wie diese Vision überhaupt machbar?
Sind das nicht einfach nur realitätsferne Aussteigerträume, Luftschlösser?
AB: Ich betrachte Träume und Visionen als erste Schritte zur Veränderung von Realität und glaube, dass alles machbar ist was denkbar ist.
Gestern Science Fiktion, heute Wirklichkeit.
Ein Beispiel: Leonardo da Vinci träumte davon zu fliegen und wurde ausgelacht.
Für uns ist Fliegen etwas Alltägliches.
RT: Wann soll es denn losgehen mit der Realisierung des Shambala Projektes?
AB: Wir sind schon tatkräftig an der Manifestation. Den aktuellen Stand kann man jetzt auch auf unserer neuen Website abfragen, unter: www.shambala-resort-neuseeland.com.
RT: Danke für das Gespräch.
Zusätzliche Informationen zum Thema
The Oneness Gathering Festival: www.the-oneness-gathering.com
Shambala Coaching: www.shambala-coaching.com
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