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Es begann mit einem schamanischen Workshop und mündete in ein Buch mit märchenhaften Trancegeschichten. Sabine Knoll, freie Autorin und Journalistin, präsentiert ihr Buch „Reisen ins Licht“ am 15. 6. ab 21 Uhr im Kulturlokal „Bach – The Location“ in Wien 16, Bachgasse 21. Die bildende Künstlerin Esther Wendt zeigt das Titelbild des Buches und andere Werke in Acryl.
„Auf einer schamanischen Reise bekam ich die Botschaft: Alles erzählt eine Geschichte. Also fragte ich einen kleinen Granit, den ich aus dem Waldviertel mitgebracht hatte, nach seiner. So kam ich zu meiner ersten Trance-Geschichte“, erinnert sich Sabine Knoll fünf Jahre zurück.
Seither sind 40 Weisheitsmärchen auf schamanischen Reisen – vor allem in Kristalle – entstanden und mittlerweile als Buch erschienen: „Reisen ins Licht – Geschichten aus anderen Welten“ ist der Titel, erschienen bei SSE in Wien.
Die zauberhaften Geschichten sprechen Herz und Seele an, sind Reisen in andere Dimensionen des Seins, zu denen die Autorin einlädt. Wer selbst die eigenen Trance-Botschaften finden möchte, kann die von Sabine Knoll gefundene Technik des schamanischen Schreibens auch in Kursen erlenen. „Schreiben in Trance“ nennt sie ihre Workshops, die vor allem in ihrem Seminarhaus „Loschberghof“ im Waldviertel Niederösterreichs und in der freien Natur stattfinden, aber auch als fortlaufender Kurs in Wien im „Forum CommunicARTis“ besucht werden können.
Esther Wendt aus Wien, bildende Künstlerin und anthroposophische Kunsttherapeutin in Ausbildung, steuerte ihr Gemälde „Sparkling Radiance“ für das Buchcover von „Reisen ins Licht“ bei. Im „Bach“ zeigt sie ihm Rahmen ihrer Vernissage eine Reihe Bilder in Acryltechnik aus ihrer Serie „Visions of Light“.
Leseprobe: Reise zum Opal - Vertrauen und Liebe
Im Palast der 1000 Farben, wo sich die Winde und Wasser treffen, lebte vor langer Zeit ein Zauberer. Im tiefsten Innersten seines Herzens war er unglücklich, und so suchte er Rat bei seinen Helfern in der geistigen Welt. „Was kann ich tun, um wirklich aus tiefstem Herzen glücklich zu sein?“, fragte der Zauberer. – „Was ist Glück für dich?“, folgte prompt die Gegenfrage. – „Glück ist die Abwesenheit von Schmerz, das Werden und Vergehen ohne Sorge, ein Zustand des Vertrauens und der Liebe.“ – „So suche Vertrauen und Liebe, um zum Glück zu gelangen“, rieten ihm seine Helfer. Und der Zauberer zog in die Welt mit der Sehnsucht im Herzen. Jahre später kam er zurück, durstig nach Vertrauen und Liebe wie zuvor und noch ein Stück unglücklicher. Wieder wandte er sich an seine geistigen Helfer. – „Warum bist du hinausgezogen in die Welt?“, wollten sie wissen. – „Wo sonst finde ich Vertrauen und Liebe?“, fragte der Zauberer erstaunt. – „In dir selbst liegt der ganze Kosmos, also auch Vertrauen und Liebe. Du brauchst dich nur dafür zu öffnen und an die Möglichkeit zu glauben, und alles, was du suchst, wird wahr.“
Da überflutete den Zauberer eine Welle der Dankbarkeit und Tränen stiegen in seine Augen und öffneten sein Herz. Mit einem Mal erkannte er sich selbst eingebettet in ein Meer aus Liebe, und das Vertrauen, wann immer er es wollte, darin baden zu können, kam wie ein warmer Ozean über ihn. Und fortan suchten die Menschen seine Nähe und Antworten auf ihre Fragen bei ihm. Doch der Zauberer wies ihnen nur den Weg in ihr eigenes Innerstes, in ihr Meer aus Vertrauen und Liebe.
Mag. Sabine Knoll
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