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Die heilenden Klänge der Maharishi Gandharva-Veda-Musik


Gesundheit mal anders

Pillen, Pulver, Präparate - das kennt jeder, wenn es darum geht die Gesundheit im Griff zu behalten. Aber geht das auch mit Musik?

Wenn es die richtige ist, dann ja, behauptet zumindest Dr. med. Ernst Schrott aus Regensburg.

Nervosität, Stress, Angst und andere Problemzustände zivilisierter Menschen fielen von einem ab, wenn man Maharishi Gandharva-Veda lausche. Die Auswirkungen der Gandharva-Musik auf seine Patienten beschreibt Dr. Schrott in seinem Buch „Die heilenden Klänge des Ayurveda“:„Man kann diese Musik zum Beispiel einsetzen für besseren Schlaf oder gegen Angst, zur Regeneration nach Überarbeitung und Stress oder zur Entspannung ganz allgemein. Sie eignet sich auch hervorragend zur Harmonisierung des Wohnbereiches. Selbst wenn man nicht gegenwärtig ist, während die zarten Melodien von Maharishi Gandharva-Musik aus dem Lautsprecher leise erklingen, beruhigt und entspannt sich die Atmosphäre im Raum und füllt sich mit guten Schwingungen. Von meinen Patienten höre ich, dass MGV-Musik ihnen gegen Kopfschmerz und Migräne hilft, nervöse Herzbeschwerden beseitigt, die Verdauung verbessert, den (zu hohen) Blutdruck senkt, die Konzentration und das Gedächtnis verbessert, aber auch die Zimmerpflanzen besser wachsen lässt. Diese Form der Musiktherapie gehört daher zu meinem festen Repertoire ayurvedischer und anderer naturheilkundlicher Therapien in der täglichen Praxis und wird von meinen Patienten dankbar aufgenommen.“

Eine der renommiertesten Interpretinnen der klassischen indischen Musik hat jetzt eine CD mit Maharishi Gandharva-Veda-Musik veröffentlicht, die gesunde Einflüsse verbreiten soll, wenn man sie nur zur richtigen Tageszeit spielt. „Melodien für Frieden und Glück“ ist bezeichnenderweise der Titel dieser CD mit der indischen Sängerin Vidushi Sumitra Guha, produziert von der holländischen Firma MTC.
Im CD-Booklet heißt es: „Vidushi Sumitra Guha, eine hochdotierte Künstlerin, begann ihr Musikstudium im zarten Alter von vier Jahren bei ihrer Mutter. Sie gibt seit fast 35 Jahren Konzerte rund um den Globus. Sie sagt, dass ‚Gandharva-Musik der Nektar des Lebens ist – ich singe, um den Himmel auf Erden zu bringen.’ (Coverfoto auf www.gandharva.de/seite7.htm )

Ein Schweizer Journalist soll über ihre Stimme gesagt haben: „Nicht nur menschliche Herzen, auch Steine könnten schmelzen.“

Ein Fan meint: „Schon beim ersten Reinhören möchte man sich gleich die eine Stunde Zeit nehmen, um die CD in ganzer Länge zu hören. Wie beim Einsteigen in eine warme Badewanne merkt man sofort - hier gehts mir gut, der Stress fällt ab.“

Es handelt sich bei beiden Stücken um sogenannte „Abend-Ragas“, die jeweils 30 Minuten lang sind. Sie bauen sich langsam auf. Der rhythmusfreie Anfangsteil geht über in immer lebhaftere Parts, deren Tempi sich bis zum ekstatischen Höhepunkt steigern. Raga Bhupali geht gut ins Ohr, da dieser Raga auf einer pentatonischen Tonleiter beruht, die also aus nur fünf Noten besteht. Das Hören von Raga Yaman soll, den vedischen Texten zufolge, glücklich stimmen und den Geist erfrischen.
Nach den Empfehlungen des Maharishi Gandharva-Veda sollten beide Ragas zur angegebenen Tageszeit gehört werden – also zwischen 19 bis 22 Uhr, plus/minus eine Stunde.

Der bekannte Santur-Virtuose Shiv Kumar Sharma, dessen Bielefeld-Konzert im April diesen Jahre Insider noch gut in Erinnerung haben dürften, erläutert zur Zeittheorie der klassischen indischen Musik: „Sie müssen verstehen, dass dies eine Tradition in unserer Musik ist, speziell in der nordindischen klassischen Musik: nämlich die Zeittheorie zu beachten, wie wir es nennen, d.h. Melodien in Abhängigkeit vom Zyklus der Tageszeiten zu spielen, vom Sonnenaufgang zum Sonnenuntergang, und vom Sonnenuntergang wieder zum Sonnenaufgang. Diese Theorie besagt, dass der menschliche Körper und der Geist auf die Änderungen in der Natur reagieren.“

Maharishi Mahesh Yogi, der die Gandharva-Musik, die im Westen als klassische indische Musik bekannt ist, mit berühmten Musikern Indiens neu belebt hat, formuliert es so: „Die Melodie der Natur verändert sich mit jeder Tageszeit. Gandharva-Musik passt sich der jeweiligen Tageszeit an und legt entsprechend der sich ändernden Natur ihre Melodien fest. Sie spielt die natürlichen Melodien, die zum Evolutionsprozess passen. Sie sorgt für einen kraftvollen, harmonisierenden Einfluss in der ganzen Atmosphäre, um Ungleichgewicht in der Natur auszugleichen."

Die Gandharva-Musik ist, wie Shiv Kumar Sharma es ausdrückt „...sehr spirituell. Sie (diese Musik) war dazu da, den Menschen nach innen zu bringen. Zu beruhigen, zu entspannen. Zentriert in einem Brennpunkt zu sein..."

Gandharva-Musik ist der Teil des Veda bzw. der Vedischen Literatur Indiens und hat sich aus den Klängen und Hymnen des Sama-Veda entwickelt.

Weitere Info:
Die Sängerin Vidushi Sumitra Guha wird auf ihrer neuen CD von Bharat Bhushan Goswami an der Sarangi und Prasun Chatterji an der Tabla begleitet. Sudheshna Talukdar spielt die Tampura und Arundhati Bhattacharya Harmonium.
Die Sarangi ist ein Streichinstrument, mit dem die Melodiebögen der Vokalistin quasi im Echoeffekt wiederholt und umspielt werden. Dies geschieht in Abstimmung mit dem Harmonium, das die gleiche Funktion erfüllt. Die Tabla besteht aus zwei Trommeln, die mit Fingern und Handballen geschlagen werden. Die Tampura ist ein Saiteninstrument, das als Bordun das ganze Stück hindurch den charakteristischen Klangteppich erzeugt und aufrechterhält. Sie wird gezupft. 

Links:
Wissenschaftliche Untersuchungen über die Gandharva-Musik: http://mum.edu/gandharva/health.shtml
MTC, Versand und Vertrieb von Maharishi Ayurveda- und Gandharva-Veda-Produkten: www.ayurveda-produkte.de und www.gandharva.de
Vidushi Sumitra Guha: www.sumitraguha.com
Shiv Kumar Sharma: www.santoor.com

 

 



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